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USA - das Ende der "freien Welt" IV: Verwanzter ÖPNV

Gute Nachrichten für alle Selbstdarsteller und Leute, denen sonst keiner zuhört: Die US-Amerikaner wollen ihre öffentlichen Busse mit Mikrophonen ausstatten. Für alle anderen gilt: Uncle Sam is spying on you.

Wired.com berichtet unter Berufung auf das News Outlet "The Daily", dass die US-amerikanischen Behörden in San Francisco, Eugene, Oregon, Traverse City, Michigan, Columbus, Ohio, Baltimore, Maryland, Hartford, Connecticut, und Athens, Georgia, öffentliche Busse mit Mikrophonen verwanzen werden oder bereits verwanzt haben. Laut Vetrag sollen damit bestehende Systeme ersetzt und - natürlich, was auch sonst - die Sicherheit der Passagiere und des Fahrers erhöht werden.

In San Francisco werden, bezahlt vom Heimatschutzministerium, ebenfalls die historischen "Cable Cars" mit der Überwachungstechnik ausgestattet. In Concord, New Hampshire, wurde teilweise Geld aus dem Stimulus-Paket verwendet.

Die Mikrophone werden mit bestehenden Überwachungskameras und GPS-Daten gekoppelt. Damit ist dann eine lückenlose Überwachung der Passagiere möglich: Aufenthaltsort, Gesprächsthema, Aussehen und Verhalten sind jederzeit überprüfbar. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis auch dieses System an die Verhaltenskontrollcomputer (Behaviour Recognition Software - BRS) in San Franciscos U-Bahn angeschlossen wird. Die Option, Bilder mit Gesichtserkennungssoftware, und Ton mit Spracherkennungssoftware zu behandeln, besteht selbtsverständlich ebenfalls, vor allem, da beide Technologien schon recht weit fortgeschritten sind (tatsächlich hat Verizon vor kurzem ein Patent angemeldet auf ein Gerät, das im Wohnzimmer Bild und Ton aufzeichnet, um gezieltere Fernsehwerbung einblenden zu können).

Bereits 2009 sollten in Baltimore Mikrophone in Bussen installiert werden, was jedoch von Bürgerrechtsgruppen vorerst verhindert wurde. Der zuständige Staatsanwalt gab dann zu verstehen, dass Warnschilder in den Bussen das Problem auf rechtlicher Seite entschärfen würden. Warum die Bespitzelung dann noch nötig bzw. sinnvoll ist, wenn die Bespitzelten wissen, dass sie bespitzelt werden, bleibt an dieser Stelle eher unklar.

Die vom RoadRecorder 7000 (.pdf) aufgezeichneten Audio- und Videodaten werden per integriertem Server in Echtzeit, via Gigabit Ethernet Port oder dem eingebauten 3G Modem, übertragen, und gleichzeitig für etwa 30 Tage in einer "Blackbox" lokal gespeichert. Der Abgleich der Bild- und Tondaten erfolgt entweder über Kabel oder WiFi. Grundsätzlich können da also auch "nicht-autorisierte" Personen zugreifen; man darf also gespannt sein, wann die ersten Livebilder aus San Franciscos öffentlichen Transportmitteln im Internet auftauchen. Leider wäre das für Sicherheitsbehörden ein gefundenes Fressen: würde sich jemand in die Systeme einhacken, hätten sie wieder einen Grund, auf das Internet und die dort lebenden Hacker zu schimpfen.

In jedem Fall aber setzen sich die USA mit dieser Aktion an die Weltspitze der weltbesten quasi-demokratischen Pseuo-Rechststaate. Nicht einmal Nord Korea oder Saudi-Arabien leisten sich (bis dato) eine derart flächendeckende Überwachung ihrer Bürgerinnen.

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