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Gestatten: Deutsche Leitkultur

Wir, dass heisst wir Deutsche, dürfen uns jetzt endgültig den Titel "Teil des Personalbestandes der Banenenrepublik Deutschland" umhängen. Ich bitte alle Inhaber eines Personalausweises eine kleine Banane auf ihrem Perso anzubringen - Ordnung muss schliesslich sein. Aber warum eigentlich? Was hat sich in den letzten zwei Wochen geändert? Nun, nicht viel. Ausser, dass die deutsche Leitkultur geoffenbart wurde - von den Gralshütern des bürgerlichen Lagers.

Bimbesrepublik und Internetzensur

Man fühlt sich ein wenig an die "Bimbesrepublik" erinnert, jenes Geflecht aus Vetternwirtschaft und Korruption des Helmut Kohl, nach dessen Aufdeckung Wolfgang Schäuble den CDU-Parteivorsitz abgeben musste und Angela Merkel ihren Ziehvater Kohl vom Ehrenvorsitz verjagte. Immerhin, Schäuble, der vergessen hatte ob, und wenn ja von wem, er einen Schwarzgeldkoffer mit 100.000 DM bekommen hatte, ist heute oberster Schatzmeister der Deutschen Bananenrepublik.

Man kennt sich eben aus mit Regelverstößen in der Union. Ungesetzliches Verhalten, das Über-dem-Gesetz-stehen des Herrn Kohl, dem von Berlusconi nicht unähnlich, wird gerne mit dem Euphemismus "Stahlbad" heroisiert (natürlich nur wenn's 'rauskommt sonst heisst es "clever") und gehört offenbar zu den Standardanforderungen an einen CDU/CSU-Politiker. Selbst wenn Guttenberg also zurücktritt - seine Karriere in der Mafiaparteienfamilie CDU/CSU stände vermutlich erst am Anfang.

Bitte diese Banane auf Ihren Personalausweis kleben.

Um schon einmal der neuen Situation, sozusagen in vorauseilendem Gehorsam, gerecht zu werden, gibt es exklusiv hier die neue Banane für den Perso. Ab Anfang April wird das Tragen der Banane sowieso Pflicht in der BRD.

Die Banane wird dann, wie auf dem Bild hier deutlich gezeigt, auf dem Personalausweis angebracht. Bei den "neuen" E-Persos ist die Banane in digitaler Form in den Ausweis eingebaut - mit der tollen Apple/Banana-Ausweis-App für's iPhone kann man sie sichtbar machen.

Personalausweis der Bananenrepublik Deutschland (BRD)

 

 

 

 

 

Man versteht jetzt auch, warum die CDU/CSU und die anderen sogenannten konservativen Parteien in Europa so gerne und dringend eine Internetzensurinfratruktur einführen wollen. Ohne Internet bzw. durch schnelle Sperrung der gefährlichen Website Guttenplag.Wiki wäre es nie soweit gekommen. Friede Springer hätte ihre Presse angewiesen das zu tun was sie jetzt auch tut - es hätte nur mehr Wirkung gezeigt.

Aufgehübschte Umfrageergebnisse bei der Blöd-Zeitung

Die Blöd-Zeitung versucht nämlich jetzt Schadensbegrenzung zu betreiben und einen Anschein von seriösem, ausgewogenen Journalismus vorzutäuschen. Bei einer Onlineumfrage hatten sich die Bürger nicht an die Anweisung gehalten. 55% stimmten gegen Guttenberg, d.h. für seinen Rücktritt. In der heute veröffentlichten Printausgabe stimmten aber angeblich 87% FÜR Guttenberg, ein Ergebnis, das unter interessanten Umständen zustande kam. Diese Zeitung betreibt massiv Meinungsmache bzw. "manufacturing consent" und der Lügenbaron Guttenplag aus dem schönen Googleberg bezahlt dafür - allerdings nicht aus eigener Tasche, sondern mit Steuergeldern.

Das ist eine Farce.

Diese Zeitung erinnert an den "Stürmer", Zentralorgan der NSDAP, ebenso wie an jedes Presseorgan jeder x-beliebigen Diktatur. Die "Meinung", oder das was man dafür hält, steht immer schon vorher fest.

Um die Diskrepanz zu erklären wird wieder gegen das Internet und seine Anonymität polemisiert, die Unbedarftheit vieler Nutzer ausgenutzt. Wenn Bild.de ein Umfragesystem verwendet, das es zulässt, dass derselbe Nutzer mehrfach abstimmen kann, dann sollten sie schnellstens ihre Technik modernisieren. (Tatsächlich: das Votingsystem der Online-Blöd-Zeitung prüft weder die IP noch setzt es Cookies!).

Zitat:

"Klar ist: Bei Online-Votings können die User schnell und anonym abstimmen, zudem wiederholt die gleiche Antwort anklicken – im Gegensatz zu repräsentativen Umfragen. Anders auch bei Telefon-Votings. Hier muss man aktiv werden, seinen Namen nennen und meist auch Telefongebühren zahlen."

Hier wird ein Gegensatz konstruiert: Auf der einen Seite die bösen Online-Umfragen: anonym, jeder kann mehrfach abstimmen und bei den bösen Internethackerkinderfickern kann man ja nichts anderes erwarten, ausserdem stehen sie im Gegensatz (sic!) zu repräsentativen Umfragen. Auf der anderen Seite die Telefonabstimmungen bei denen der ehrliche Bürger seinen Namen nennt, man aktiv werden muss (vs. dem passiven Hacker-Hartz4-Asozial-auf-dem-Sofa-rumgesitze), und man ausserdem noch etwas zahlt, d.h. durch die Zahlung kundtut, dass einem die Abstimmung am Herzen liegt, etwas wert ist. Das ist nun die Blöd-Zeitungsumfragetechnik.

Als Oberhaupt dieser Meinungsmaschine, konstruiert um der Demokratie ihre Zähne und vor allem ihr Risiko für den Banker bzw. Kapitalisten und Bourgeois zu nehmen, müssten eigentlich Friede Springer und ihr Chefredakteur Dieckmann ebenfalls wegen arglistiger Täuschung und Volksverhetzung respektive -verblödung ins Gefängnis geworfen werden. Nachdem man ihnen einen Prozess nach Guantanamo-Art verpasst hätte. Von den "extra-judicial killings", die ihm Namen von Demokratie und Menschenrechten in Afghanistan auch von einem Minister Guttenberg verantwortet werden, wollen wir hier lieber schweigen.

Dieser deutschen Leitkultur sollen Immigranten folgen?

Wenigstens ein Großteil, wenn auch keine überwältigende Mehrheit, der Deutschen hat noch Sinn für Ehre und Anstand, und vor allem den Sinn für die Wichtigkeit von Regeln, an die sich alle halten, noch nicht verloren. Dies ungleich der Aussage von Alexander Doofrindt, des CSU-Generalsekretärs (ja der, der sagte: Wer heute gegen Atomkraft demonstriert, muss sich nicht wundern, wenn morgen ein Minarett in seinem Garten steht), bei der WDR-Sendung "Hart aber fair", wonach die Menschen im Lande lockere Maßstäbe an Politiker anlegen würden.

Wir fassen zusammen: Die ehemaligen Law-and-Order Parteien CDU/CSU heissen Urheberrechtsverletzungen gut, solange man, wenn man erwischt wird, sich entschuldigt; sie haben ein "lockeres" Verhältnis zur Wahrheit (gut, das wußten wir schon vorher, aber so deutlich und geschlossen hört man es selten) und finden es nicht schlimm sich Bildungstitel zu erschleichen. Begleitet wird das Ganze vom CDU-Hausblatt, das immer schön das schreibt was dem Merkel-Ferkel und ihrer Chaostruppe nutzt. Bis Frau Springer den Daumen senkt, und Merkel und Konsorten weggeschreiben lässt. Darüberhinaus haben Unionspolitker nach eigener Aussage ein mindestens ebenso "lockeres" Verhältnis zu Regeln und ihrer Einhaltung wie das Volk, also im Zweifel auch den Migranten und Neu-Deutschen.

Liebe Neubürger, ihr seht also, bei uns geht es nicht viel anders zu als in Uganda, in Pakistan, in Burundi oder Simbabwe oder Sizilien. Die CDU/CSU versteht nämlich unter "Deutscher Leitkultur" nichts anderes als andere Mafiaorganisationen auch unter ihrem.

Guttenberg zurück auf's Schloss - bei fast allen Onlineumfragen

Deswegen hier eine kleine Auswahl der Onlineumfragen deutscher Tageszeitungen, Zeitschriften und Radiostationen.

Besonders erwähnenswert weil perfide sind die Umfragen von n-TV. Mit drei jeweils unterschiedlich formulierten Fragen zur Glaubwürdigkeit versuchen sie, den Nutzer in die Irre zuführen und ihm ein Zugeständnis für Guttenberg abzuringen. Es half nichts.

  • Westfälische Nachrichten
  • Autor: vaggi
  • Beschreibung: Stand: 25.02.2011, etwa 03:00h
  • Kommentare: 0
  • Blöd Zeitung Online
  • Autor: vaggi
  • Beschreibung:

    Stand: 25.02.2011, etwa 01:30h.

    NB: Die haben tatsächlich keinen, ich wiederhole: keinen Mechanismus, um Mehrfachabstimmungen zu verhindern. Deshalb darf man diese Zeitung jetzt offiziell Blöd-Zeitung nennen. Sie habe es sich wirklich verdient.

  • Kommentare: 0
  • swr3
  • Autor: vaggi
  • Beschreibung: Stand: 25.02.2011, etwa 02:00h.
  • Kommentare: 0
  • FR-Online
  • Autor: vaggi
  • Kommentare: 0
  • Sueddeutsche.de
  • Autor: vaggi
  • Beschreibung: Stand: 25.02.2011, etwa 02:00h.
  • Kommentare: 0
  • RTL
  • Autor: vaggi
  • Beschreibung: Stand: 25,02.2011, etwa 02:00h.
  • Kommentare: 0
  • Hamburger Abendblatt
  • Autor: vaggi
  • Beschreibung: Stand: 24.02.2011. Mehr Infos beim Abendblatt.
  • Kommentare: 0
  • Spiegel Online
  • Autor: vaggi
  • Beschreibung: Stand: 25.02.2011, 10:14
  • Kommentare: 0
  • FAZ.net
  • Autor: vaggi
  • Beschreibung: Stand: 25.02.2011, etwa 01:30h.
  • Kommentare: 0
  • FTD
  • Autor: vaggi
  • Beschreibung: Stand: 25.02.2011, etwa 01:30h.
  • Kommentare: 0
  • Focus online
  • Autor: vaggi
  • Beschreibung: Stand: 25.02.2011, etwa 01:30h.
  • Kommentare: 0
  • Tagesspiegel
  • Autor: vaggi
  • Beschreibung: Stand: 25.02.2011, etwa 02:00h.
  • Kommentare: 0
  • Radio Köln
  • Autor: vaggi
  • Beschreibung:

    Stand: 25.02.2011, etwa 02:00h.

    In Köln geht man mit Urheberrechtsverletzungen, Täuschung und Diebstahl wohl ein wenig "lockerer" um? Oder waren die alle besoffen bei der Abstimmung?

  • Kommentare: 0
  • n-TV
  • Autor: vaggi
  • Beschreibung: Stand: 25.02.2011, etwa 01:30h.

    Bei n-TV konnte man sich offenbar für keine Fragevariante entscheiden.
  • Kommentare: 0

Zum Abschluss ein garstig Lied

Oh hängt ihn auf, den Kranz von Lorbeerbeeren.

Ihn unser'n Fürst, ihn wollen wir verehren.

Oh hängt ihn auf, ihn unser'n Fürst,

ihn unser'n Fürst, ihn wollen wir verehren.

 

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