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flattr-eritis

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flattr für Blogs, da lässt sich drüber streiten, käme auf den Blog an, natürlich. Aber flattr für Zeitungen zu nutzen, die auf dem konventionellen Markt nicht mehr allzu viel verdienen (TAZ) oder die da noch nie etwas verdient haben (The Intelligence), oder NROS wie LobbyControl, die naturgemäss nicht auf allzu viele Großspenden hoffen dürfen, ergäbe es durchaus Sinn. Vor allem aber für die zahllosen Code-Schnipsler, die für Wikis und CMSs kleine oder grössere Programme schreiben mag flattr eine willkommene und vielleicht sogar benötigte Einnahmequelle sein, es hat schliesslich nicht jeder soviel Schotter wie "Don Alphonso" von sich sagt. Ausserdem besteht auch die Möglichkeit nicht nur Pfennigbeträge zu vergeben, sondern ein geistiges Erzeugnis gemäss dem eigenen Geldbeutel zu würdigen. Abgesehen davon steht in den flattr-AGB, dass übrig gebliebenes Geld an soziale Projekte vergeben wird. Welche das sind liegt natürlich im Ermessen flattrs.
Dass man jedoch durch flattr-ei nicht reich wird, dürfte den meisten klar sein. Es geht schlicht erstmal nur darum, die Zählbutton von Facebook und Twitter mit etwas Materiellem zu verbinden, und natürlich die Kasse von flattr zu füllen. Da ich flattr jedoch für eine gute Idee halte, ist es in Ordnung, wenn die Entwickler für ihre Arbeit belohnt werden.

In Zeiten in denen wir uns auf höhere Arbeitslosigkeit und sinkende Löhne einstellen müssen, in denen Menschen immer häufiger das tun, was sie wirklich möchten, anstatt regulärer, aber wenig sinnstiftender Lohnarbeit nachzugehen, ist flattr ein Weg auch diesen Leuten ein Einkommen zu verschaffen. Und es ist ein Schritt weg von der Preisdiktatur und Verführung bzw. Überzeugung durch Werbung/Propaganda der Unternehmen. Hier bin ich derjenige der entscheidet wieviel mir ein Produkt wert ist. Zugegeben, ich kann es auch konsumieren ohne dafür zu bezahlen. Aber entgegen aller den homo oeconomicus beschwörenden Marketingformeln ist der Mensch auch ein altruistisches Wesen, ein homo reciprocans, wie schweitzer Forscher schon vor einigen Jahren experimentell herausfanden, und damit das herrschende Leitbild gehörig ins Wanken bringen könnten, so sie denn gehört würden. Flattr scheint also ein Schritt in die richtige Richtung wie man mit der Honorierung geistigen Eigentums in Zukunft umgehen könnte.  

Hier die Videoerläuterung von flattr™:

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Update 14.07.10: Flattr in den Tagesthemen (gefunden bei der Netzpolitik).

 

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Update 12.08.2010: Interview mit Peter Sunde von flattr bei netzpolitik.org (vom 30.07.2010).

 


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