Westerwelle, deutsche Waffen, Gates und Libyen
Thursday, 01 September 2011 21:13
Deutsche Waffen und US-amerikanische Berater in Libyen, Enthaltungen im Sicherheitsrat - ein Schelm, wer Böses dabei dabei denkt...
Noch-Bundesaussenminister Westerwelle enthält sich bei der Sicherheitsratsabstimmung über eine Flugverbotszone in Libyen und deren Durchsetzung mit Hilfe freizügiger Auslegung durch die NATO. Ex-US-Verteidigungsminister Robert Gates, vor 25 Jahren Vize-Direktor für Aufklärung beim CIA, dann Verteidigungsminister unter Bush und Obama, hatte Vorbehalte bei der Errichtung einer Flugverbotszone in Libyen. Er dachte einer Flugverbotszone würden US-amerikanische Bodentruppen folgen (zumindest in grösserem Ausmass ist das ausgeblieben obwohl immer wieder von der Anwesenheit westlicher "Militärberater" berichtet wird).
Währendessen finden die Rebellen Massenvernichtungswaffen in Form deutscher G36 Sturmgewehre des Herstellers Heckler und Koch in Gaddafis Beständen. Natürlich hat Heckler und Koch keine Ahnung wie die dahin gekommen sein könnten und stellt vorsichtshalber Strafanzeige. Dazu kommt, dass die USA Gaddafi offensichtlich mindestens so eng beraten haben, wie deutsche Polizeibeamte dies seit Jahrzehnten getan haben.
Und da haben dann beide Politiker Bedenken und Vorbehalte dem sympathisch-skurrilen Diktator aus Tripolis militärisch auf die Pelle zu rücken. Man weiss ja schliesslich nie, wie die Sache ausgeht und ob die Rebellen denn auch wirklich gewinnen.
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