Die FDP ist wieder das, was sie mal war, und die grosse Gleichschaltung...
Last Updated on Saturday, 08 January 2011 01:11 Wednesday, 07 July 2010 23:53
Die FDP ist wieder das, was ihr Name verspricht: Die fast drei Prozent Partei. Um das zu ändern muss jetzt dringend ein Imagewechsel her. Weg vom asozialen, sozialschmarotzenden Sammelbecken für Bezieher leistungsloser Einkommen und Profiteure gesellschaftlicher Funktionsstörungen hin zu dem was sie früher einmal war: Eine Partei für die Freiheit. Als kleines Feigenblatt darf hier die leise formulierte Kritik an ELENA gelten, freilich kaum zu hören im Getöse der Sachzwangrhetorik für die Ausbeutung der unteren und mittleren Einkommenschichten im Zuge des Gesundheitsraubs.
In ihrer Machtgier und dem Bestreben ihre Meister zufriedenzustellen hat die FDP bis zur Perfektion die beiden Orwellschen Konzepte des "Schwarz-Weiß" und des "Doppeldenkens" verinnerlicht. "Schwarz-Weiß" bedeutet gegenüber einem Rivalen steif und fest zu behaupten, dass schwarz weiß sei, auch wenn die Fakten etwas anderes sagen. Gegenüber sich selbst bedeutet es zu glauben, dass schwarz weiß sei, oder umgekehrt, wenn die Loyalität gegenüber der Partei es erfordert, und sogar so weit zu gehen, zu wissen, dass schwar weiß sei und zu vergessen, dass man jemals etwas anderes gedacht hatte. "Doppeldenken" bedeutet, zwei sich gegenseitig ausschliessende Ansichten miteinander zu vereinen, und beide als gleich wahr und richtig zu betrachten.
Die FDP weiß, dass die Erhöhung der Krankenkassenbeiträge genau das Falsche ist, dass hiermit der soziale Friede erheblich gestört werden wird, dass eigentlich die Beitragsbemessungsgrenzen abgeschafft werden müssten. Sie weiß gleichzeitig, dass eine zunehmende Überwachung und Kontrolle der Bevölkerung unabdingbar ist, sollte der von oben mit aller Härte geführte Klassenkampf weitergehen.
SPD und Grüne sind in NRW allerdings nicht besser dran. In ihrem gemeinsamen Hass, oder besser: ihrer Angst vor der Wahrheit, ihrem eigenen Gewissen in Form der Linkspartei, gleichen sie den beiden anderen Einheitsparteien CDU und FDP. Ebenso im ewig gleichen Mantra vom Wachstum, das man beschwört und das trotz umfassender Reformen nie ausreichend vorhanden ist (wie haben wir es überhaupt so weit geschafft?). In diesem System hat Wählen tatsächlich einen ähnlich symbolischen Wert wie die Anhängerschaft zu einem Fussballverein: Man spielt 90 Minuten um das Runde in das Eckige "zu machen"; den einzigen Unterschied bilden die verschiedenen Traditionen und Vereinsfarben. So gesehen leben wir in einem System, das man ruhigen Gewissens als zwei Parteiensytem charakterisieren kann.
1933 wurde aus allen Parteien, ob sie es wollten oder nicht, die NSDAP. Heute, nach Wiedervereinigung und Europäisierung, wird aus fast allen Parteien, willentlich, die neue SED.
Aber Hauptsache, wir werden Weltmeister! (oder wenigstens Dritter...)
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27.03.12 20:30
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07.03.12 11:21
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