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Stuttgarter Regierungskasper legen nach

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Langsam wird es ja richtig komisch im Schwaben-Filz mit diesen Regierungskaspern aus Baden-Württemberg. Erst der CDU-Mappus, der seinen Untertanen vorwirft sie würden denken, sie lebten in einer Diktatur, dann, als wäre es abgesprochen, spricht Bahn-Chef Grube den Stuttgartern ihr Demonstrationsrecht ab, und jetzt legt der nächste Leistungsempfänger, Justizminister Goll von der FDP (der, der mit grosskalibrigen Schusswaffen in der Öffentlichkeit frei herumläuft, gleichzeitig aber die Bürger auffordert ihre Waffen abzugeben), nach mit: "Die Menschen sind in zunehmender Zahl sehr unduldsam und wohlstandsverwöhnt".

 

Ich frage mich ja schon, wann die mal mit den angeblich so überzeugenden sachlichen Argumenten rausrücken, die Projektgegner ernstnehmen anstatt sie wie kleine unmündige Kinder oder gewaltbereite Grün-Linksextremisten zu behandeln, denen man notfalls auch mit unmittelbarem Zwang auf den rechten Weg zurückhelfen muss. Was bisher von der Mappuschen Regierungsmannschaft zu hören war, erinnert eher an die Argumentationsweise von religiösen Fanatikern: Unsere Argumente sind so gut, da brauchen wir gar nicht drüber zu reden, wir haben ja sowieso Recht, also beschränken wir uns auf die Diffamierung und Verächtlichmachung der Gegner. Ob diese jetzt ein legitimes Anliegen haben oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Einen herrschaftsfreien, fairen Diskurs kann man so natürlich nicht führen. Allerdings ist der von den Befürwortern wohl auch nicht gewünscht: 

 

Mappus arbeitet bei Siemens im Vertrieb, vermutlich in der Abteilung Mobilität, unter "ruhenden Bezügen" versteht sich. Stuttgarts Finanzbürgermeister Michael Föll sitzt seit Juli 2010 im Beirat des Abrissunternehmens Wolff & Müller, und auch der harte Herr Rech wird wohl seinen Teil abbekommen haben: Die Abholzfirma Gredler & Söhne liegt im Wahlkreis des Recht-und-Gesetz-Mannes. Dass Grube ein Interesse daran hat, dieses Projekt durchzupeitschen liegt auf der Hand. Wir warten daher gespannt, mit wem der Herr Justizminister Goll denn so verbandelt ist.  Vielleicht mit Herrn Herrenknecht von der Herrenknecht AG? Zufällig sind die Spezialisten für Tunnelbau, haben Lothar Späth im Aufsichtsrat sitzen, haben brav der CDU gespendet - und 2008 sagt dann der damalige Ministerpräsident, heutige EU-Kommissar, Günther Oettinger, dass der Herrenknecht den Tunnel bohren wird, und zwar ohne Ausschreibung. Ein Hoch auf die freie Marktwirtschaft!

P.S.: Frontal21 hat Anfang März ein Netzwerk der "geschäftlichen Verbindungen" einiger Protagonisten entdeckt.

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Und die Cops tricksen beim "Videobeweis", was auch dem SWR aufgefallen ist:

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Der Rest der Sendung "Zur Sache" ist auch sehenswert.

 

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