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Nachtrag

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Hier also noch ein paar Fotos aus Buwaiswa und ein Clip, der die Anfahrt dokumentiert. Ausserdem habe ich noch zwei Clips zur Nilquelle eingefügt.



Mit dem Bötchen geht's zur Insel, an der der Nil beginnt.




Die Fahrt nach Buwaiswa habe ich durch das offene Schiebedach genossen und dann auch gleich gefilmt. Die teils heftigen auf und ab Bewegungen entsprechen in etwa der Tiefe der Schlaglöcher, Rinnen, Rillen, Hügeln, und was man sonst noch so zur Verkehrsberuhigung an baulichen Massnahmen ergreifen kann.




Die Reisbauern zum Beispiel sind HIV/Aids-Waisen. Er ist 17 Jahre alt, sie 15, ihr Sohn ca. 18 Monate. OGLM hat ihnen Land zur Verfügung gestellt, auf dem sie Reis anbauen können.


Reisfarmer


Die kleine Fläche die sie bewirtschaften bringt etwa 60-70 € Gewinn.

(mehr Fotos hier)

EDIT 11.06.2009: Beide Eltern sind ebenfalls HIV-positiv, dito das Kind.


Für etwa 13000 Menschen in der Region um Buwaiswa gibt es 2 Wasserpumpen, die sauberes Wasser liefern. Bevor man das Wasser jedoch trinken kann, muss man es hochpumpen.


Wasserpumpe


Für mich war das kein Problem, aber ich kann mir vorstellen, dass einige der Kinder durchaus anderer Meinung seien könnten. Dazu kommt dann noch der Marsch nach Hause, beladen mit etwa 30 kg Wasser als Marschgepäck. Jeden Tag.






Jessica, eine US-amerikanische Studentin von der Columbia-Universität in New York, arbeitet zum Thema Kinderarbeit. Sie hat bisher u.a. einen Steinbruch besichtigt und uns ein Video mitgebracht, das ich euch nicht vorenthalten möchte. 10-12 Stunden täglich zerstückeln die Kinder mit primitiven Werkzeugen grössere Gesteinsbrocken, die nachher im Hoch- und Tiefbau verwendet werden.


Musoli-Steinbruch, Jinja, Uganda


Der Lohn, wenn er denn gezahlt wird, 1000 UGX, ca. 30 Euro-Cent. Es regt zum Nachdenken an, zu sehen, dass menschliche Arbeitskraft billiger ist als Maschinen.




Erstaunlich fande ich ausserdem die Unbekümmertheit, mit der der Besitzer des Steinbruchs die Leute von OGLM auf dem Gelände herumlaufen und fotografieren liess. Das Gelände, und so ziemlich alles drumherum, gehört im Übrigen einer Firma, deren Name mir momentan entfallen ist, die aber zu den grössten Zuckerproduzenten weltweit gehört (edit: Kakira Sugarworks). Ihr gehören sämtliche Zuckerrohrplantagen in der Gegend. Menschen dürfen dort wohnen, allerdings nichts anbauen. In dem sie arm und unwissend gehalten werden sichert sich die Firma Nachschub für ihre Fabriken und Plantagen. Wo es arme, "dumme" Menschen im Überfluss gibt, braucht es keine Maschinen. Das nenne ich wahre Nachhaltigkeit bei der Nutzung erneuerbarer Ressourcen...

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