„Skrupelloses Geschäftsgebaren“
Nach den letzten Skandalen der Kirche berichtet die FAZ wieder über ein innovatives Geschäftsmodell der Kirchen. Es geht darum ehemaligen Mitgliedern, ganz legal, Kirchensteuern unter Mithilfe der weltlichen Gerichtsbarkeit abzuzocken.
Das Ganze funktioniert nur, weil die Ämter die Dokumente über den Kirchenaustritt nur 10 Jahre aufbewahren müssen. Danach ist der Bürger in der Beweispflicht. Die einmalig dem Finanzamt zur Kenntnis gebrachte Bestätigung zählt laut einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin nicht. Der Vermerk "Kein Kirchensteuerabzug" auf der Lohnsteuerkarte schaffe laut Gericht "keinen "Vertrauenstatbestand" (Az.: OVG 9 B 25.05).
Das wirft die Frage auf, ob denn das Finanzamt vertrauenswürdig ist. Mit anderen Worten: Kann ich ruhigen Gewissens meine Einkünfte dem Finanzamt angeben, oder muss ich Angst haben, dass dieses meine Angaben an irgendeine Sekte verschachert? Immerhin hat das Oberverwaltungsgericht Berlin Probleme die Vertrauenwürdigkeit der Finanzämter zu bestätigen.
So kommt es, dass insbesondere Bürgern die gen Berlin-Brandenburg gewandert sind, auch 40 Jahre nach dem Kirchenaustritt auf einmal die Zahlungsaufforderung des Finanzamtes ihres Vertrauens ins Haus flattert. Die dortige evangalische Kirche scheint besonders klamm (oder gierig) zu sein.
Ich frage an dieser Stelle mal nicht nach der christlichen Nächstenliebe. Die ist definitiv bei den Kirchen nicht zentraler Bestandteil der Religion. Denn der ist schon das Geld.
Deshalb: Religion ist Privatsache! Für eine strikte Trennung von Staat und Kirche!
Wer unbedingt Vergewaltigungen und Missbrauch von Kindern oder Trunkenheit am Steuer (Hallo, Frau Bischöfin) subventionieren will, kann das tun. Aber auf eigene Verantwortung und nicht mit staatlicher Unterstützung.
- Kirchensteuer.de
- Humanistische Union
- Telepolis: Konfessionslose zahlen aus Unwissenheit Kirchensteuer
- Eventuell 30 Silberlinge zu gewinnen beim Kirchenaustritt
- IBKA
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