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Guttenberg Rücktritt: ein Erfolg der Netzgemeinde?

Robin Meyer-Lucht stellt bei Carta die These auf, dass der Rücktritt von (jetzt) Ex-Minister Guttenberg massgeblich auf den Einfluss der sogenannten Netzgemeinde zurückgehe. Markus von "netzpolitik.org" sieht die Angelegenheit differenzierter, sieht die Gründe eher in einem Zusammenspiel der beiden Medien, in einer guten Ergänzung von Blogs und traditionellen Zeitungsjournalisten. Das trifft die Sache schon eher.

 

 

Tatsache ist jedoch auch, dass zum Beispiel Andreas Kasper in Niedersachsen ganz ohne den Einfluss des Internets zurücktreten musste. Hans Hütt nannte Guttenberg denn auch einen "Schmorrbraten auf Wiedervorlage", denn die Glaubwürdigkeit Guttenbergs war bereits angekratzt, der Minister politisch beschädigt, als das GuttenplagWiki noch gar nicht existierte. Auch ohne Netzgemeinde wären einige Leute den Spuren des Betrugs gefolgt; mit der Hilfe der Netzgemeinde ging es natürlich schneller. Die Opposition hätte Guttenberg und die Verharmlosungstrategie von Schwarz-Geld in jeder Verhandlung gegen sie verwenden können, und so wäre Guttenberg früher oder später untragbar für die Koalition geworden.

 

Die Gutti-Groupies wird das freilich nicht stören. Sie warten auf die nächste Wahl, um unbedingt einen Schaumschläger und Betrüger in ein hohes Regierungsamt zu wählen.

(Am Rande: Jetzt wäre der Weg frei für "Wetten dass...?" mit Karl-Theodor Guttenberg. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Gutti-Groupies könnten Pilgerfahrten veranstalten, um Ihn live zu "erleben"; Gutti wäre weiterhin unheimlich wichtig; er könnte weiterhin Staatsknete kassieren und sein Geseier vor einem Millionenpublikum in ganz viele Mikrofone absondern. Und vielleicht, ja ganz vielleicht, könnte er dann sogar 'mal eine Sendung in Afghanistan bei Truppe machen. Nur so als Idee, am Rande.)

 

Mit seinem Rücktrittsauftritt hätte Guttenberg übrigens prima in die Soap gepasst, die parallel beim ZDF lief: Reich und Schön. Tenor seiner Ausführungen: Schuld sind wieder die anderen, die aus einer Mücke einen Elefanten gemacht haben, und ihn, Karl-Theodor, persönlich angefeindet haben. Vermutlich, weil er, Karl-Theodor, so volksnah, so menschlich und so fern dem korrupten Politik(er)betrieb und dem intellektuellen Elitendünkel dem kleinen Mann die Stange hält. Der Mann ist wirklich unbelehrbar.

P.S.: Eine kleine Rückschau der Ereignisse hat der Freidenker.

 

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